Gui Xue · Sun Si Miao

Ghost-Points-Akupunktur

Heilung auf der Ebene des Geistes (Shen).

Die Geist-Punkte-Akupunktur (Ghost Point Acupuncture, chinesisch Gui Xue) gehört zu den ältesten Heilweisen der Traditionellen Chinesischen Medizin. Sie wurde im 7. Jahrhundert von dem Arzt und taoistischen Philosophen Sun Si Miao entwickelt, der auch als „Heiliger der Medizin“ verehrt wird.

Er entwickelte diese besondere Form der Akupunktur für Menschen, deren Geist (Shen) durch tiefes Leid, Schock, Trauma oder schwere seelische Erschütterung aus dem Gleichgewicht geraten ist. Die Ghost Points öffnen symbolisch die Tore zwischen Körper und Geist und helfen, verlorene Seelenanteile wieder einem Platz im Körper zu geben.

Diese Form der Akupunktur kann besonders hilfreich sein bei

  • Depressionen, Angstzuständen und Panik
  • posttraumatischen Belastungen und Schockzuständen
  • Gefühlen von innerer Leere oder Entfremdung vom eigenen Körper
  • Schlafstörungen, Unruhe und psychischem Stress
  • emotionalen Blockaden, lang anhaltender Trauer und Schuldgefühlen

Das Ziel der Ghost-Point-Akupunktur ist die Rückkehr der Seele in ihr Zuhause – in den eigenen Körper. Es geht nicht darum, Symptome zu lindern, sondern darum, den Menschen wieder ganz zu machen: Körper, Herz und Geist wieder in Einklang zu bringen.

In meiner Praxis setze ich diese Methode besonders ein, wenn die Seele berührt und verletzt wurde – etwa nach Schock, Angst, Schmerz oder Überforderung. Die Nadeln sind hier nicht nur ein körperliches Werkzeug, sondern ein Bote zwischen Körper und Seele.

Bei Kindern und Jugendlichen verwende ich statt Akupunkturnadeln die Tuina-Technik, speziell sanfte Akupressur-Massage in denselben Bahnen.

Die genannten Verfahren gehören zur Komplementärmedizin. Ein Behandlungserfolg kann nicht in jedem Einzelfall zugesichert werden.